Geschichten, Glossen, Satiren, Humor, Unsinn, Erleuchtung - ich lache auch für Kalauer

Montag, 23. Januar 2012

Die Welt bleibt ein Mysterium


In Buenos Aires, wo selbst die Mäuse sinnlich Tango tanzen, fliegen Katzen auf anderer Leute Köpfe. 
Zumindest einmal passierte dies, als ein Mann während eines Ehestreites mit einer Katze nach seiner Frau warf, diese aber nicht traf, woraufhin die Katze durch das offene Fenster segelte und auf dem Kopf eines anderen Mannes landete. Wer mehr erschrak, Mensch oder Katze, ist nicht bekannt. 

Bekannt gegeben hat hingegen ein Sprecher der Lufthansa, dass es an der Maschine zu keinerlei Schädigung gekommen sei. An der Maschine wohlgemerkt, die es mit einem Vogel aufgenommen hat. Und so befremdlich, aber am Ende doch relativ bequem, es der Katze auf dem Kopf des Mannes in Buenos Aires vorgekommen sein muss, so befremdlich, aber am Ende doch absolut tödlich muss es für den Vogel gewesen sein, der vielleicht sein Leben lang dachte, das schlimmste, was ihm begegnen könnte, wären fliegende Katzen, und ansonsten unbeschwert durch die Lüfte flog - bis er gegen ein Flugzeug prallte.
Das passiert, wenn zusammen kommt, was nicht zusammen gehört. 
 
Gut zusammen passen DIE LINKE und die SUPERillu. 
Weniger gut eine gewisse Hanna und hr-iNFO. 
Hanna hat eine sinnliche Ausstrahlung und lange schwarze Haare. Sie trägt Strapsen, sitzt in atmosphärischem Ambiente auf einem Bett mit weißem Laken und neben ihr prangt der Schriftzug: "Viele wollen einfach nur reden. Gut zu wissen, worüber."  - Hanna, hr-iNFO Hörerin
Das irritiert mich. Vielleicht ist es ein Druckfehler und müsste Hörherrin heißen. Der SUPERillu wäre das nicht passiert. Auf der Homepage der SUPERillu findet man unter dem Stichwort "Erotik" ein paar "Sexy Girls", die sich auch gerne unterhalten möchten. Zum Beispiel Dasa, von der behauptet wird: "Dasa hat einen Privatparkplatz, wo man auch mal schnell rückwärts hineinfahren kann."
 
Doch zurück zur Linken. Im Interview mit der SUPERillu, dem Blatt mit Ostalgie Garantie, versprach Gregor Gysi, nochmal "volle Kante" geben zu wollen. 
Alleine oder mit anderen?
Ein kleiner Hinweis Herr Gysi: Es muss heißen "sich die Kante geben". Fragen Sie Oskar Lafontaine, der weiß gemeinhin bescheid. 
Die Linke hat’s nicht leicht. Was soll aus ihr werden und wann und mit wem? 
Vielleicht weiß der Verfassungsschutz mehr dazu, aber das interessiert bald niemanden mehr, weil niemand den Verfassungschutz noch ernst nimmt. 
Verlässlicher, zumindest in Bezug auf Epidemien, ist das web 2.0. Laut einer Untersuchung kann man mittels sozialer Netzwerke kommende Seuchen am zuverlässigsten voraussagen. 
Bei Twitter wären dies momentan “Heidi und Seal”, gestern Mittag waren es noch “Guttenberg” und “Unser Star für Baku”. 
In Anlehnung an Andy Warhol kann man sagen: "In der Zukunft wird jeder für 15 Minuten eine Seuche sein." 
So jagt eine Seuche die andere und das geht dann für Die Linke doch zu schnell. Jeder hat schließlich seine Limitationen. 

Ich, zum Beispiel, war kürzlich bass erstaunt, als ich in einem Artikel der Frankfurter Rundschau folgendes las: “Auch wer aus dem Physikunterricht sonst nichts behalten hat, kennt wenigstens das Ohmsche Gesetz [...]”. 
Das Ohmsche Gesetz - bekannt wie ein bunter Hund, nur ich kenne es nicht. Aber haben Sie schon einmal Katzen fliegen sehen? Die Welt bleibt ein Mysterium.

Kommentare:

Masterchief hat gesagt…

ahh, endlich wieder mal was lustiges zu lesen:)

Matthias Lüttin hat gesagt…

Hi Mr. Masterchief, schön, von Ihnen zu hören. Es freut mich, dass es Ihnen der Beitrag gefällt!